Ohne Energie geht nichts...

« Zurück zur Startseite

Was muss ein Unternehmen bei der Flüssiggasbestellung beachten?

posted am

Flüssiggas gehört zu den wertvollsten Treibstoffen. Es wird in Gasflaschen oder mit dem Tankwagen ausgeliefert. Laut Gesetz darf die Flüssiggasbestellung nicht durch jeden Kunden erfolgen. Es muss sich vielmehr um den Eigentümer des Tanks handeln. Für diesen Zweck verfügt er auch über einen Eigentumsnachweis, der im Kaufbeleg, einem Übereignungsnachweis oder der Herstellerbescheinigung besteht. Der Besteller legt dem Fahrer grundsätzlich erst den Originalbeleg vor, bevor Fahrer mit der Befüllung des Tanks oder der Gasflaschen beginnen darf. Außerdem benötigt er einen Prüfbericht, in dem die letzte Tankkontrolle dokumentiert wird.

Vor der Belieferung hat der Eigentümer einige Punkte einwandfrei zu klären. So muss sich der Tankwagen bei der Befüllung in einem Radius zum Tank befinden, der nicht größer als dreißig Meter sein darf. Der Zufahrtsweg ist außerdem für einen sechsundzwanzig Tonnen schweren Tankwagen geeignet.

In regelmäßigen Abständen von zwei Jahren müssen die stationären Tanks. Gegenstand der Inspektion ist jeweils die Außenhülle. Die Kontrollen führen unabhängige Sachverständige aus.
Wird das Flüssiggas für einen unterirdischen Behälter bestellt, ist in einzelnen Fällen auch eine Gasmessprüfung erforderlich. Mit ihr stellt der Gaslieferant oder der Kontrolleur fest, ob das Gas aus dem Tank austritt und in die Umgebung entweicht.
Vor der Bestellung liest der Eigentümer die notwendigen Behälterinformationen ab. Sie befinden sich bei einem oberirdischen Tank am Kopf. Alternativ zieht er die Behälterunterlagen heran. Unterirdische Anlagen sind mit einem Schild am Domschacht ausgestattet.

Der Kunde kann entweder per Rechnung oder Vorkasse bezahlen. Im Rahmen der Bestellung führt der Lieferant bei Neukunden eine Bonitätsprüfung durch. Dazu kann die Limitanfrage bei der Warenkreditversicherung gehören. Will sie für den Kunden kein Limit zeichnen, erhält der Auftraggeber sein Gas nur per Vorkasse.

Gewerbliche Kunden benötigen ein Avis, an dem sich der Mitarbeiter des beauftragenden Unternehmens orientieren kann. Außerdem kann er den Lieferzeitpunkt mit den betrieblichen Möglichkeiten vergleichen. Ist die Anlieferung an diesem Tag nicht möglich, sollte der Kunde den Termin verschieben. Aus der Aufstellung kann er auch die bestellte Menge ersehen. Das Avis wird dem Auftraggeber mindestens einen Tag vor der Lieferung per Mail zugesandt. Sollte es jedoch zu einer Fehlfahrt kommen, berechnet der Lieferant meistens eine zusätzliche Gebühr.

Der Gaslieferant führt die Befüllung bis zu einem Volumen von 85 Prozent des Tanks aus. Bei der Flüssiggasbestellung benötigt das Gas mindestens 15 Prozent des verbleibenden Raumes, ums sich auf die Temperatur- und Druckveränderungen einzustellen.
Wird bei der Flüssiggasbestellung eine zu große Menge geordert, rechnet der Lieferant nur das abgelieferte Flüssiggas ab. Das ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Lieferschein und der Anzeige des Messgerätes, das direkt mit dem Gastank verbunden ist. Die sich ergebene Differenz wird dem Auftraggeber bei Vorkasse umgehend erstattet.


Teilen